pressemitteilung
Innenministerkonferenz 2026: Feuerwerk erhalten, statt Kommunen ins Chaos zu schicken
1. Juni 2026
Der Bundesverband für Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk e.V. (bvpk) warnt vor Beginn der Innenministerkonferenz (IMK) vor einer Kommunalen Öffnungsklausel für Silvesterfeuerwerk und fordert endlich ein konsequentes Vorgehen gegen illegale Pyrotechnik. Die Einführung einer Öffnungsklausel würde einen kommunalen Flickenteppich, Verlagerungs- und Konzentrationseffekte sowie weitreichende rechtliche Unsicherheiten für Bürgerinnen und Bürger mit sich bringen.
Berlin, 01. Juni 2026: Der Bundesverband für Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk e.V. (bvpk) hat sich mit einem Schreiben an Bürgermeister:innen und Landrät:innen in ganz Deutschland gewandt. Der Verband warnt darin vor weiteren Einschränkungen des legalen Silvesterfeuerwerks und insbesondere vor einer sogenannten kommunalen Öffnungsklausel, die Städten und Gemeinden vermeintlich zusätzliche Möglichkeiten für lokale Verbote eröffnen soll und auf der bevorstehenden Innenministerkonferenz (Vorkonferenz 02./03.06 – Konferenz am 17.–19.06.26) auf den Weg gebracht werden könnte.
Gleichzeitig legt der bvpk Vorschläge vor, der nach Auffassung des Verbandes zu einer deutlichen Verringerung von Lärmemissionen und schweren Verletzungen rund um Silvester führen könnten.
Aus Sicht des bvpk würden weitere Verbote oder ein kommunaler Flickenteppich die eigentlichen Probleme nicht lösen. Stattdessen drohten Schäden für ein wichtiges Kulturgut, Millionen friedliche Feuerwerksnutzer würden unter Generalverdacht gestellt und der Schwarzmarkt weiter gestärkt.
„Feuerwerk ist Kulturerbe und gehört zur Festkultur unseres Landes. Ob Großfeuerwerke als Event, bei Stadtfesten und bei Konzerten oder das gemeinsame Silvesterfeuerwerk. Das sind emotionale Gemeinschaftserlebnisse, die Menschen unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Alter verbinden. Gleichzeitig muss Feuerwerk für natürlich alle sicher sein", erklärt Christoph Kröpl, Geschäftsführer des bvpk.
Der Verband kritisiert insbesondere Überlegungen, Verantwortung von Bund und Ländern zunehmend auf Städte und Gemeinden abzuwälzen.
„Eine kommunale Öffnungsklausel klingt auf den ersten Blick nach einer pragmatischen Lösung zwischen Verbotsforderungen und dem Erhalt privaten Feuerwerks. In der Praxis würde sie aber vor allem Chaos schaffen und mittelfristig wahrscheinlich doch in ein Verbot führen. Unterschiedliche Regelungen von Kommune zu Kommune würden weder die Akzeptanz noch die Sicherheit erhöhen, sondern möglicherweise zu einer Klagewelle gegen die Kommunen führen, die Feuerwerk aus guten Gründen nicht verbieten wollen. Schon heute bestehen umfangreiche Möglichkeiten für lokale Einschränkungen bis hin zu Böllerverboten an Silvester, die vielerorts kaum genutzt werden", so Kröpl weiter.
Der bvpk verweist darauf, dass schwere Verletzungen und Eskalationen regelmäßig nicht durch legales und geprüftes Silvesterfeuerwerk verursacht würden, sondern vor allem durch illegale Pyrotechnik, missbräuchliche Verwendung und sogenannte Eigenlaborate.
Der Verband fordert daher einen politischen Kurswechsel. Statt weiterer Symboldebatten brauche es gezielte Maßnahmen gegen Einfuhr illegaler Pyrotechnik und deren Onlinehandel, Eigenlaborate und missbräuchliche Nutzung von Feuerwerk sowie die Auflösung vorhandener Vollzugsdefizite.
„Verbote gegen Millionen friedlich Feiernde sind keine Lösung, sondern Ausdruck politischer Hilflosigkeit. Wer Sicherheit ernst meint, muss konsequent gegen illegale Pyrotechnik und kriminellen Missbrauch vorgehen – nicht gegen ein reguliertes Kulturgut", so Kröpl abschließend.
Das Schreiben des bvpk an die Bürgermeister:innen und Landrät:innen: www.bvpk.org/aktuelles/hinweis-oeffnungsklausel-chaos Die Analyse der bvpk Abfrage zu illegalen Explosivstoffen bei der Polizei: www.bvpk.org/aktuelles/illegales-feuerwerk Das bvpk Positionspapier zu Silvesterfeuerwerk: www.bvpk.org/positionen-silvesterfeuerwerk
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